Orientierungslauf

Was ist das eigentlich?

Orientierungslauf (kurz: OL) ist eine Kombination aus Crosslaufen und dem selbständigen Orientieren mit Karte und Kompass. Dabei gilt es, die auf der OL-Karte eingezeichneten Kontrollposten in der vorgegebenen Reihenfolge anzulaufen. Hauptsächlich wird diese Sportart in Wald- und Parkgebieten betrieben.

Orientierungslauf ist der ideale Sport für alle, die sich gerne in der freien Natur bewegen.

Die OL-Karte

Ein kleines Stück Papier ist unser wichtigstes Sportgerät. Das ist nicht schwer, aber immerhin können auf einem A4-Blatt, bei einem Maßstab von 1:10.000, mehr als 500 ha Wettkampfgelände dargestellt werden. Und das ist viel!

Allerdings läuft man bei einem Orientierungslauf nicht den ganzen Wald ab, sondern nur die Strecke seiner Altersklasse. Für Kinder und Jugendliche ist diese zwischen 2,0 und 8,0 km lang.

Auf einer OL-Karte sind alle zum Orientieren relevanten Informationen enthalten. Die verwendeten Kartenzeichen sind weltweit gleich. Also in Japan genauso wie in den Müggelbergen.

Der Kompass

Damit der Orientierungsläufer weiß, wie rum er die Karte halten muss, darf er als Hilfsmittel einen Kompass benutzen. Wo auf der OL-Karte Norden ist, wird durch die aufgedruckten Nordpfeile angezeigt. Der Kompass zeigt uns mit der Magnetnadel die Nordrichtung an. Bringst du Nordpfeile und Magnetnadel in die gleiche Richtung, dann hast du die Karte "Eingenordet". Das hilft dir dabei, einfacher deine Laufrichtung zu bestimmen.

Für den Orientierungslauf gibt es spezielle Plattenkompasse oder auch sogenannte Daumenkompasse. Womit man lieber läuft, muss man selbst entscheiden. Es gibt auch Läufer, die benutzen gar keinen Kompass. Das ist aber nicht zu empfehlen.

Der Kontrollposten

Nein, da steht keiner und will dich kontrollieren. Das musst du schon selbst machen. Der Kontrollposten, oder einfach nur Posten, besteht aus einem Ständer, einem rot/weißen Schirm und einer Registriereinrichtung. Schon von weitem ist ein solcher Posten gut zu sehen. Auf der Karte sind die Posten mit einem roten Kreis markiert. Das Dreieck bezeichnet den Start und der Doppelkreis das Ziel.

Mit einem kleinen elektronischen Chip, den du neben der Karte und dem Kompass noch bei dir hast, registrierst du dich selbständig am Posten. Auf dem Chip wird die Reihenfolge der angelaufenen Posten gespeichert, und kann dann im Ziel ausgewertet werden.

Das Laufen

Wie bei vielen anderen sportlichen Wettbewerben, wird auch im Orientierungslauf die Zeit gemessen. Es gibt zwar keine Bestzeiten oder Weltrekorde, da ja jede OL-Strecke anders ist, aber um am Ende in der Ergebnisliste ganz vorne zu stehen, muss man vorallem zwei Dinge tun: richtig orientieren und gut laufen.

Um gut zu laufen, trainieren wir im KSC oft mit unseren Leichtathleten zusammen. Gerne gehen wir auch mal bei reinen Crossläufen an den Start.

Aus Orientieren und Laufen wird Orientierungslauf

Man muss nicht alle Kartenzeichen auf einmal lernen. Das kommt mit der Zeit von ganz alleine. Am Anfang reicht es aus, dass man die Karte einnorden kann und weiß, wie z.B. breite und schmale Wege auf der Karte dargestellt sind. Bei deinem ersten Orientierungslauf wirst du wahrscheinlich nur gehen oder langsam laufen. Nach einiger Zeit wird dir das Orientieren immer leichter fallen, und du wirst dich dann mehr auf das schnelle Laufen konzentrieren können.

Orientierungsläufe finden das ganze Jahr über statt. Auf der Internetseite www.ol-in-berlin.de ist eine Übersicht der Läufe in unserer Region zu finden.